Der gesenkte Blick

"Der gesenkte Blick"
Die Bilder von Rainer Bauer
Eine Betrachtung von JAKOB MÖHRING

Eine der wesentlichsten Fragen, über die ich in meinen Überlegungen immer wieder stolpere, ist bislang ungeklärt, und wird es wohl bleiben müssen: die Frage nämlich, wo Malerei - Kunst überhaupt sowie alles Visuelle und Wahrnehmbare - existiert. Ohne eine erkennende Wahrnehmung bliebe die Welt leer. Ich bin es, der sie mit Farben, Empfindung und Stimmung füllt.

 

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Joachim Geil über Rainer Bauer

Rainer Bauer löst Landschaft als semantischen Begriff wie auch als Raum auf. Er reflektiert zentrale Bildmerkmale und Ausschnitte der Landschaftsmalerei wie den Horizont, die Linie zwischen Land und Himmel, die zwei kontrastierende Paletten miteinander verbindet, und natürlich die Oberflächen, die gemäß der Tradition zentralperspektivisch wiederzugeben sind und der Horizontlinie zustreben.

Dabei steht nicht - wie z.B. bei Gerhard Richter - das Objektiv der Kamera im Vordergrund, das zunächst den dreidimensionalen Landschaftsraum auf die lichtempfindliche zweidimensionale Fläche des Filmes projiziert und ihn dadurch schon für das perspektivische Abbild technisch einfängt.

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Axel Schulß über Rainer Bauer

Mich haben unter Rainer Bauers Bildern immer besonders die Wasserbilder fasziniert. Sie sind schon sein Markenzeichen. Eins seiner großformatigen Wasserbild war das erste, was ich von ihm gesehen habe, als wir zusammen 1997 / 98 als Stipendiaten im Künstlerdorf   Schöppingen waren. Er als Maler ich als Schreiber.
Im Text zu Rainer Bauers Katalog heißt es:

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Prof. Udo Scheel über Rainer Bauer

Rainer Bauer

In Rainer Bauers Bildern gibt der Boden nach, mutieren benachbarte Parkanlagen zu subtropischen Regenwäldern, führt schwankendes Rohr im Spiegel von Brackwasser zittrige Tänze auf. Vor schwirrenden Leuchtspuren, phosphorisierendem Glimmen verflachen Gewächse, Bäume, Inseln, Gebilde zu dunklen, körperlosen Silhouetten. Rainer Bauer folgt den Schatten, den Spuren, den Spiegelungen und Reflexen, dem Glimmen und Glitzern - dem Auftauchen und Verschwinden von Erscheinungen.

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